Osteoporose, Knochenschwund, ist eine Erkrankung, bei der sich die Knochengrundsubstanz vermindert. Der Knochen verliert an Elastizität und Stabilität, und das Risiko, Knochenbrüche zu erleiden, steigt. Die Gründe für die Entstehung einer Osteoporose sind vielfältig.
Von renaler Osteopathie spricht man, wenn eine Nierenfunktionsstörung für die Störungen im Knochenhaushalt verantwortlich ist. Mit zunehmender Einschränkung der Nierenfunktion kommt es zu Beeinträchtigungen des Vitamin-D-Haushalts. Als Folge sinken die Aufnahme von Calcium aus dem Darm und der Calciumeinbau in die Knochen.
Eine weitere Einschränkung der Arbeit der Nieren reduziert die Ausscheidung von Phosphat. Die verminderte Menge von Calcium und Vitamin-D bewirkt als Gegenregulation eine vermehrte Ausschüttung von Parathormon aus den Nebenschilddrüsen. Hierdurch kommt es schließlich zu einem verstärkten Abbau und zu einer Entkalkung des Knochens. Alle therapeutischen Maßnahmen zielen darauf ab, den Haushalt von Calcium, Phosphat, Vitamin-D und Parathormon zu normalisieren. Eine phosphatarme Ernährung oder die Einnahme von Phosphatbindern ist für Dialysepatienten ratsam.
Die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten und neuartigen Medikamenten zur Senkung der Parathormonausschüttung können ihren Teil zur Behandlung beitragen. In Fällen extremer Überfunktion der Nebenschilddrüsen mit größter Ausschüttung von Parathormon kann eine operative Entfernung erwogen werden.
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