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Aufbau / Organisation

Die PHV (Patienten-Heimversorgung Gemeinnützige Stiftung) wurde 1973 als rechtlich und wirtschaftlich unabhängige Stiftung mit der Zielsetzung, die Betreuung und Versorgung von Patienten, Hilfs- und Pflegebedürftigen zu fördern, errichtet. Nachdem zunächst die Förderung der Heimdialyse im Vordergrund stand, errichtete die PHV bereits 1974 ihr erstes Dialysezentrum.

Heute betreibt sie bundesweit sowie in Österreich und der Schweiz 88 Dialysezentren und überregionale Trainingszentren für Heimdialyse. 1.900 spezialisierte Mitarbeiter betreuen gemeinsam mit über 150 kooperierenden Fachärzten mehr als 6.600 Patienten. Sitz der Stiftung ist Bad Homburg v. d. Höhe. Hier befindet sich die Verwaltung, die den Betrieb der verschiedenen Behandlungseinrichtungen der PHV steuert. Die Dialysezentren stellen rechtlich unselbständige Betriebseinheiten dar, die nicht im eigenen Namen im Geschäftsverkehr auftreten, sondern immer für die PHV mit Sitz in Bad Homburg.

Für jedes Zentrum schließt die PHV Kooperationsverträge mit niedergelassenen Vertragsärzten oder ermächtigten Krankenhausärzten. Die Ärzte sind in ihrer medizinischen Tätigkeit unabhängig. Sie rechnen ihre Honorare für die Dialysebehandlung nach den entsprechenden Gebührenordnungssätzen mit den Kassenärztlichen Vereinigungen ab. Anders als die Ärzte sind die Pflegekräfte bei der PHV beschäftigt. Ein eigenes PHV-Fortbildungsinstitut (ifw) stellt die systematische Schulung der Mitarbeiter sicher. Alle Dialysepflegekräfte werden in internen Schulungen für die Dialyse qualifiziert. Regelmäßige Fort- und Weiterbildungen sorgen dafür, dass die Mitarbeiter in der pflegerischen Versorgung stets über den aktuellen Wissensstand verfügen. Mehr als 50 Prozent der Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger der PHV sind als Fachpflegekräfte ausgebildet.

Die Hauptaufgabe der Stiftung ist die Bereitstellung aller Dialysesach- und Dienstleistungen, die zur Durchführung einer qualitativ hochwertigen Dialysebehandlung erforderlich sind. Die Stiftung ermöglicht alle Formen der Nierenersatztherapie für chronisch Nierenkranke. Insbesondere setzt sie sich für die Heimdialyse ein. Sie unterstützt die Patienten bei der Einrichtung eines häuslichen Behandlungsplatzes und gewährleistet die Bereitstellung der Geräte und Verbrauchsmaterialien. Für die Zentren übernimmt sie die erforderlichen organisatorischen Aufgaben und trägt das damit verbundene wirtschaftliche Risiko.