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Störung von Nervenfunktionen

Bei chronischer Niereninsuffizienz kann es im fortgeschrittenen Stadium zu einer Störung der Nervenfunktionen, der so genannten urämischen Polyneuropathie kommen.

Die konkrete Ursache hierfür ist unbekannt. Da sich jedoch die Beschwerden mit der Dialysetherapie in der Regel bessern, scheinen Stoffwechsel-Abfallprodukte im Körper verantwortlich zu sein. Sensibilitätsstörungen, das Gefühl brennender Fußsohlen oder nächtlicher Unruhe und typischen Kribbelns in den Beinen sowie Muskelschwäche können Anzeichen einer Nervenfunktionsstörung sein. Sind vorwiegend die Beine von der Nervenfunktionsstörung betroffen, spricht man von peripherer Polyneuropathie. Zusätzlich können Beschwerden wie Blutdruckabfall im Stehen, verminderte Schweißproduktion oder Hörstörungen auftreten.

Falls bei einem Patienten Symptome einer Nervenfunktionsstörung auftreten, sollte mit dem Arzt über den baldigen Dialysebeginn, oder falls schon dialysiert wird, über eine Intensivierung der Dialyse gesprochen werden. Eine Besserung der Symptome ist meist nach ca. drei Monaten zu erwarten. Bei schwerem Muskelschwund tritt eine Besserung unter der Dialyse erst nach ein bis zwei Jahren ein. Gezielte sportliche Übungen können den Behandlungserfolg unterstützen. Informationen rund um Sport für Nierenkranke bietet das Kapitel Sport und Freizeit.