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Ödeme / Überwässerung

Durch die eingeschränkte oder fehlende Ausscheidungsfunktion der Nieren kommt es zu einer Flüssigkeitsansammlung im Körper. Ein Überschuss von über ca. zwei Litern Körperwasser führt zu äußerlich sichtbaren Ödemen (Wasseransammlungen im Unterhautfettgewebe). Diese zeigen sich aufgrund der Schwerkraft zunächst an den Beinen. Dort treten sie im Laufe des Tages verstärkt auf und sind nachts im Liegen bzw. morgens deutlich vermindert.
Die Überwässerung führt neben den Ödemen auch zu einer gesteigerten Flüssigkeitsmenge in den Gefäßen und damit zu einem erhöhten Blutdruck. Weitere Informationen finden sich im Kapitel Bluthochdruck.

Wird der zunehmenden Flüssigkeitsansammlung nicht mit geringeren Trinkmengen oder vermehrter Ausscheidung begegnet, sammelt sich schließlich Wasser im Lungengewebe an. Der Erkrankte leidet zunehmend unter Atembeschwerden und liegt nachts mit erhöhtem Oberkörper. Schreitet die Wasseransammlung in diesem Stadium weiter fort, kann Wasser in die Lungenbläschen übertreten und ein lebensbedrohliches Lungenödem entstehen. Um diese Komplikationen zu vermeiden, ist eine tägliche Gewichtskontrolle sinnvoll. Gewichtszunahmen innerhalb weniger Tage deuten auf Wassereinlagerungen hin.
Für dialysepflichtige Patienten gilt es, starke Gewichtsschwankungen zwischen den Dialysen zu vermeiden.

Ein gegensätzliches Problem kann auftreten, wenn dem Körper während der Dialyse zu schnell und zu viel Wasser entzogen wird. Blutdruckabfall und Schwindelgefühl sind die möglichen Folgen.