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Peritonealdialyse

Bei der Peritonealdialyse wird das Bauchfell (griechisch: peritoneum) des Nierenkranken als natürlicher Filter eingeschaltet. Das Bauchfell übernimmt die Reinigungsaufgaben der funktionsgestörten Niere. Ähnlich einem künstlichen Filter kann das die Bauchhöhle auskleidende Bauchfell durch seine Poren bestimmte Stoffe hindurchlassen und andere zurückhalten.
Diese Eigenschaft des Bauchfells macht sich das Therapieverfahren der Peritonealdialyse zu Nutze. Die Dialyse findet direkt in der Bauchhöhle statt. Vor Beginn einer Peritonealdialysebehandlung wird ein dünner Schlauch, ein so genannter Katheter meist operativ in die Bauchhöhle gelegt. Damit wird ein zeitweiliger oder dauerhafter Zugang von außen in das Innere des Bauchraumes geschaffen. Das äußere Ende des Schlauches verbleibt sichtbar am Bauch.


Bei der kontinuierlichen ambulanten Peritonealdialyse CAPD wird dieser Vorgang fortlaufend wiederholt (individuell vier- bis sechsmal täglich). Bei der kontinuierlichen zyklischen Peritonealdialyse CCPD übernimmt eine Maschine (Cycler) den Beutelwechsel, der in der Regel nachts automatisch durchgeführt wird.

Bei der Peritonealdialyse ist es wichtig, auf größtmögliche Hygiene rund um die Katheteraustrittsstelle zu achten. Über den Katheter können Keime in die Bauchhöhle gelangen, die eine Bauchfellentzündung (Peritonitis) auslösen können. Bei Einhaltung besonderer hygienischer Verhaltensmaßnahmen kann dies in der Regel aber vermieden werden. Alle Peritonealdialyseverfahren sind grundsätzlich ambulant und zu Hause durchführbar, die Betreuung und Überwachung erfolgt im Dialysezentrum.

Kontinuierliche Dialyseverfahren wie die Peritonealdialyse sind im Vergleich zu intermittierenden Behandlungsformen in der Regel schonender. Allerdings eignen sie sich nicht für alle dialysepflichtigen Patienten. In jedem Fall sollte der behandelnde Nephrologe gemeinsam mit dem Patienten bei einer anstehenden Nierenersatztherapie die Entscheidung treffen, welches Verfahren individuell am besten geeignet ist.