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Informationen zum neuen PHV-Design
Bedienhilfen
Manche Patienten möchten die Dialyse gern zu Hause durchführen. Das ist grundsätzlich auch möglich, wenn ein Patient gesundheitlich stabil ist und die Motivation und Fähigkeit besitzt, selbstständig für sich zu sorgen und den Umgang mit dem Dialyseverfahren und ggf. dem Dialysegerät zu erlernen. Der große Vorteil der Heimdialyse ist die enorme Flexibilität und zeitliche Unabhängigkeit, die sie dem Patienten ermöglicht. Die Dialysebehandlung kann ganz individuell dem Lebensstil und den beruflichen Notwendigkeiten angepasst werden.
Hinzu kommt, dass die erhöhte Eigenverantwortung im Rahmen der medizinischen Behandlung für mehr Zufriedenheit beim Patienten und damit zu zusätzlichem Wohlbefinden und für mehr Lebensqualität sorgt.
Prinzipiell eignen sich für eine Behandlung zu Hause beide Dialyseverfahren, sowohl die Hämodialyse als auch die Peritonealdialyse.
Bei der Heim-Hämodialyse werden an die räumlichen Voraussetzungen gewisse Anforderungen gestellt: Es muss zu Hause genügend Platz für das Dialysematerial vorhanden sein (4-5 qm), die Anschlussmöglichkeiten für Wasser, Abwasser und Strom müssen überprüft und gegebenenfalls das Einverständnis des Vermieters eingeholt werden. Die Hämodialyse kann entweder im Wohnzimmer oder Schlafzimmer oder auch in einem eigenen Dialyseraum durchgeführt werden. Wer sich für die Peritonealdialyse entscheidet, muss ebenfalls darauf achten, dass ausreichend Platz zur Lagerung des notwendigen Verbrauchsmaterials vorhanden ist.
Die benötigten Materialien für die Heimdialysebehandlung werden im regelmäßigen Turnus angeliefert. Die PHV übernimmt die Organisation und trägt auch die für die Dialyse anfallenden Mehrkosten für Müllentsorgung und Energie sowie die Kosten für die dialysebedingten Installationen bei der Heim-Hämodialyse wie z.B. zusätzliche Strom- und Wasseranschlüsse. Nähere Informationen zur Vorbereitung und Durchführung der Heimdialyse finden sich unter
Dialyse zu Hause: PHV-Trainingszentren.
Bei der Dialysebehandlung zu Hause ist es sehr wichtig, dass der Patient alle auftauchenden Probleme - ob medizinischer oder technischer Art - sofort seinem behandelnden Arzt meldet. Zudem wird dieser in einem definierten Turnus, der individuell auf die medizinischen Bedürfnisse abgestimmt ist, den Gesundheitszustand des Patienten im betreuenden Dialysezentrum kontrollieren. Außerdem wird natürlich das Dialysegerät regelmäßig gewartet. In dringenden Fällen steht ein technischer Dienst jederzeit zur Verfügung.