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Nierentransplantation

Eine Nierentransplantation kann vielen Patienten über Jahre hinweg ein weitgehend normales Leben ermöglichen. Sie ist zwar ein schwerwiegender medizinischer Eingriff, kann aber heute mit großer Routine und Sicherheit durchgeführt werden. Die Nierentransplantation ist mittlerweile die häufigste Organverpflanzungsart in Deutschland. Etwa 2.000 Nieren werden jedes Jahr transplantiert.

Ob ein Patient für eine Transplantation infrage kommt, wird mit zahlreichen Voruntersuchungen abgeklärt. Die Koordinierung dieser Untersuchungen bei unterschiedlichen Fachärzten übernimmt der behandelnde Nephrologe. Erst wenn ein Patient sich für die Transplantation als geeignet erweist, kann er auf der Warteliste der Organvermittlungsstelle Eurotransplant eingetragen werden. Dort werden die Spenderorgane, von denen es immer noch weniger gibt als benötigt werden, auf die wartenden Patienten verteilt. Die Wartezeit auf ein postmortal gespendetes Organ beträgt durchschnittlich sechs Jahre.

Jede Spenderniere wird von der Organvermittlungsstelle auf die größtmögliche Übereinstimmung mit den möglichen Empfängern in der Datenbank abgeglichen. Die Wartezeit hängt somit weniger von der Dauer ab, in der sich ein Patient in der Datenbank befindet, sondern vielmehr davon, wie ein mögliches Transplantat passen könnte.  Ist ein geeigneter Patient gefunden, sind erneut verschiedene Tests nötig, die klären sollen, ob das Organ wirklich gute Voraussetzungen hat, vom Körper des Empfängers angenommen zu werden.

Für den Körper des Empfängers ist es nicht von Bedeutung, ob die transplantierte Niere von einem Verstorbenen oder einem Lebenden stammt. Lebendspende ist in Deutschland allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. Lebendspenden sind nur zwischen Angehörigen oder Personen, die sich sehr nahe stehen, zulässig. Die rechtliche Grundlage für die Organspende nach dem Tod und die Lebendspende bildet das deutsche Transplantationsgesetz. Dort ist geregelt, dass eine Lebendorganspende der postmortalen Spende nachgeordnet ist; vorrangig sollte die postmortale Spende als Verfahren gewählt werden.

Nach einer Transplantation kann es zwei bis drei Wochen dauern, bis die Niere richtig arbeitet. Aber auch wenn die Niere gut angenommen wurde, besteht für den Patienten weiterhin die Gefahr, dass das Organ abgestoßen wird. Um dieses Risiko zu minimieren, muss ein transplantierter Patient dauerhaft so genannte immunsuppressive Medikamente einnehmen, die eine Abstoßungsreaktion verhindern.

Wer mehr über die Nierentransplantation erfahren möchte, kann die Broschüre „Nierentransplantation - Ratgeber für Patienten“ unter folgender Adresse bestellen:

Bundesverband Niere e.V.
Essenheimer Straße 126
551328 Mainz
Telefon: 06131-85 152
Telefax: 06131-83 51 98
E-Mail: geschaeftsstelle@remove-this.bnev.de
Internet: www.bundesverband-niere.de
 


Organspende

Hier finden Sie Informationen zum Thema Organspende und einen Organspendeausweis zum Herunterladen.